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Wrath & Glory: Soundtrack €8,98
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Wrath & Glory: Soundtrack
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Wrath & Glory: Soundtrack
Publisher: Cubicle 7 Entertainment Ltd.
by Roger L. [Featured Reviewer]
Date Added: 09/02/2019 04:53:34

https://www.teilzeithelden.de/2019/08/09/angehoert-wrath-glory-soundtrack-duempeln-mit-dem-imperator/

Viele neue oder erneuerte Rollenspielsysteme erscheinen heutzutage mit einem bunten Strauß an Begleitmaterial. Beliebt sind da auch passende Soundtracks. Einer der jüngsten in dieser Reihe ist jener zu Wrath & Glory, der noch unter der Ägide von Ulisses erschienen ist. Wir haben unseren Noise Marine darauf angesetzt!

Lange mussten Fans das bolterlastigen Rollenspiels warten, als dann endlich Ende letzten Jahres mit Wrath & Glory die grausamen Weiten des 42. Jahrtausends erkundet werden durften. Passend dazu erschien auch ein Soundtrack von Joe Griffin. Griffin lebt in Chicago und hat sich vor allem als Komponist für Kurzfilme und Theateraufführungen einen Namen gemacht. Bei Wrath & Glory verantwortet er das erste Mal ein Projekt im Warhammer-Universum und ist für einen kompletten Rollenspiel-Soundtrack verantwortlich.

Der Soundtrack Preparations (2:47)

Der Soundtrack beginnt sehr interessant und eröffnet mit militärisch anmutenden Trommeln und Klängen, die einen gedanklich tatsächlich in eine Vorbereitungsszenerie entführen. Man spürt die latente Anspannung für den Einsatz. Leider verliert sich dieses Gefühl sehr schnell in einer leicht drögen Melodie.

Last Day of Peace (5:26)

Ein vom Synthesizer erzeugter Bass eröffnet diesen Track und lässt an unendliche Dunkelheit im Weltraum denken. Doch wird dieser viel zu lange gehalten und erst nach einer Minute folgt eine leichte melodische Veränderung. Bei der soll es dann auch für die restlichen 4 Minuten des Stücks bleiben. Damit trägt dieser Titel kaum zu einer Stimmung merklich bei.

Aeldari Invasion (3:27)

Der Titel könnte die Erwartungen hochschrauben, wären die ersten Titel nicht so schwach. Tatsächlich startet die Invasion enorm kraftvoll. Mit einem Marschrhythmus unterlegt und durch tiefe Posaunen begleitet, kommt durchaus Kriegsstimmung auf. Es fehlen allerdings musikalisch erhaben passende Einschübe, die auf die Aeldari referenzieren. Auch ist reine Synthesizer-Musik hier nicht geeignet, Epik zu erzeugen. Gegen Ende versandet auch dieser Titel in Belanglosigkeit, gewinnt aber in den letzten Sekunden noch mal an Energie, die man sich früher gewünscht hätte.

Appeal to the Machine Spirits (3:57)

Zu den Maschinengeistern passt der reine Einsatz elektronischer Klänge deutlich besser. Es bleibt jedoch ein Hintergrundgeplätscher, das aber durchaus versteht, eine düstere Stimmung zu erzeugen und sicher für viele spannende Szenen geeignet seien dürfte. In manchen Passagen fühlt man sich fast schon an gute alte Echtzeitstrategieklassiker wie Command & Conquer erinnert.

Aeldari Stratagem (3:11)

Diesmal wird das Aeldari-Thema besser getroffen und Griffin greift zu Beginn zu exotisch anmutenden Klängen. Mit ein wenig Abwechslung im Einsatz der Synthi-Klänge und einem bedrohlichen Trommeln, gepaart mit marschähnlichen Sequenzen, bietet auch dieser Titel ein paar schöne Ansätze für Szenen.

The Void Looks Back (3:31)

Die Leere schaut in Warhammer nicht nur sprichwörtlich zurück, sondern kann ganze Besatzungen oder Planetenbewohner in den Wahnsinn treiben. Griffin fängt dieses Phänomen gut mit einer Kakophonie klagender, nicht greifbarer Stimmen ein. Dies zieht sich allerdings mit der Zeit etwas monoton hin und wir erst in der letzten Minute durch ein Ansteigen des stimmlichen Wahnsinns zu einem grauenhaften, im positiven Sinne, Höhepunkt gesteigert.

Cost of Victory (3:03)

Der Preis des Sieges ist in diesem Universum selten gering. Joe Griffin hat hier ein wirklich gutes Gespür, dies zu vermitteln. Vor dem inneren Auge könnte man ein blutiges Schlachtfeld genauso sehen, wie eine Prozession zu Ehren der Toten. Allerdings hätte dieser Titel wirklich gut echte Instrumente vertragen, um sich zu entfalten. So wirkt er am Ende lieblos und eher wie ein Demostück.

Aftermath of Defeat (3:30)

Mit diesem Titel kehrt Griffin wieder zu seinem Schema der ersten Titel zurück. Es plätschert ein wenig vor sich hin und ab und an verirren sich Pianoklänge in dieses Stück. Diese fangen dafür sehr gut die Stimmung nach einem Kampf mit hohem Preis ein. Leider gibt es auch hier kaum Variation, was diesen Titel wieder fad werden lässt. Sehr schade, weil er viele Emotionen transportieren könnte.

Waaagh! (3:34)

Man könnte meinen, der Komponist ist mit diesem Track aus seinem Schlaf erwacht. Kraftvoll pulsierend startet der Ork-Waaagh, begleitet von Rufen der grünen Meute. Spieler*innen von StarCraft werden stellenweise schöne Assoziationen zu den Terraner-Soundtracks haben. In der Mitte des Titels fühlt man sich dann wieder bei Command & Conquer angekommen. Die Inspiration ist hier eindeutig und wurde handwerklich gut umgesetzt. Der mit Abstand beste und lebendigste Titel des Albums.

The Hunt (3:13)

Das vorherige Stück machte große Hoffnungen und der Titel verspricht viel Spannung und Action. Die ersten 30 Sekunden überzeugen und versprechen eine spannungsgeladene Jagd, bei der unklar scheint, wer Jäger und Beute ist, verliert sich dann aber wieder in Eintönigkeit. In der Mitte des Titels scheint Griffin die Kurve zu kriegen, und schafft Spannung aufzubauen, die er versucht durch Wiederholung zu halten, überstrapaziert dies jedoch, da eine musikalische Entwicklung fehlt.

Righteous Fury (4:30)

Der gerechte Zorn ist zweifelsohne ein Leitmotiv des Warhammer-Universums. So gehört dieser Titel zu den wenig dynamischen Stücken des Albums und fängt dieses Thema gut ein. Treibende Trommeln und tiefe Melodien schreien danach, mit dem Bolter in die Feinde zu stürzen.

Preis/Leistung Für 19,95 EUR erhält man einen gepressten Silberling mit schönem Artwork und Booklet. Die Beschreibungen lesen sich jedoch deutlich epischer, als das musikalische Erlebnis tatsächlich ist. Mit 11 Titeln und grade mal 41 Minuten Spielzeit bekommt man wenig geboten, selbst wenn man sich für die digitale Variante entscheidet, die bei rund 10 EUR liegt. Da bieten Erdenstern und Co. deutlich mehr für das Geld.

Fazit Wer Warhammer kauft, hat eine bestimmte Erwartungshaltung: Grim-Dark (Space-) Gothic. Eine grausame, unbarmherzige Welt voller Epik und Superlativen. Das neue Rollenspielsystem, inzwischen von Cubicle 7 produziert, fängt dies ausgesprochen gut ein. Die Erwartungen an einen Soundtrack zu Wrath & Glory sind natürlich dementsprechend passend. Griffin gelingt es zwar einen Soundtrack zu schaffen, der sich nicht zu sehr in den Mittelpunkt drängt, doch leider fehlt der richtige Biss und das Gefühl von Warhammer. Das dürfte vor allem zwei Gründe haben. Zum einen hat sich Joe Griffin für einen sehr zurückhaltenden Soundtrack entschieden, der keine Geschichte erzählt. Das will nicht richtig passen und er verfehlt den richtigen Grad an Zurückhaltung, um dennoch eine Geschichte zu unterstützen. Zum anderen wirkt sowohl der Stil als auch der nahezu ausschließliche Einsatz elektronischer Synthie-Klänge sehr retro und erinnert an Computerspiele der späten 90er und frühen 2000er Jahre. Warhammer schreit aber geradezu nach einer orchestralen Aufbereitung mit elektronischen Einschlägen, die mit entsprechenden Soundboards machbar wären. Für das richtige musikalische Gefühl sollte man sicher daher lieber bei den üblichen Verdächtigen bedienen. Wem ein bisschen Synthie-Gedümpel mit etwas Science-Fiction Anlehnungen reicht, kann zugreifen, wobei Preis/Leistung hier absolut nicht stimmen.



Rating:
[3 of 5 Stars!]
Wrath & Glory: Soundtrack
Publisher: Cubicle 7 Entertainment Ltd.
by A customer [Verified Purchaser]
Date Added: 06/10/2019 09:30:22

rating 11/5.5 not enough for $10. It should be released as free contents.



Rating:
[1 of 5 Stars!]
Wrath & Glory: Soundtrack
Publisher: Cubicle 7 Entertainment Ltd.
by Dirk W. [Verified Purchaser]
Date Added: 03/01/2019 14:40:20

Richtig gut gelungen! Kino Feeling beim Zocken! Danke!



Rating:
[5 of 5 Stars!]
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